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Blauregen (Wisteria sinensis)
Der Blauregen ist auch unter dem Namen Glyzinie bekannt und stammt ursprünglich aus Asien. Die auffälligen Blüten erscheinen im Frühjahr noch vor dem Laubaustrieb. In der Regel bildet sich im Juli/August ein zweiter, nicht mehr ganz so üppiger Blütenflor. Die Blüten sind endständige, große traubenförmige Blütenstände, die je nach Sorte blau, rosa oder weiß gefärbt sind. Die Blätter dieser sommergrünen Pflanze sind gefiedert, frischgrün und färben sich im Herbst goldgelb.
Wuchs und Verwendung
Die Glyzine ist eine stark wachsende und verholzende Kletterpflanze und kann im Alter eine Wuchshöhe bzw. –länge von bis zu 30 Metern erreichen. Sie eignet sich zum Begrünen von Hauswänden und Pergolen. An Hauswänden wird eine Rankhilfe benötigt. Vor der Pflanzung eines Blauregens ist zu bedenken, dass die Triebe sehr stark werden und z.B. Fallrohre von Regenrinnen deformieren können. Zudem kann die Pflanze durch ihre Wüchsigkeit schnell ein beachtliches Gewicht erreichen. Die Rankhilfen, bzw. Pergolen müssen daher entsprechend stabil sein. Bei der Pflanzung vor Hauswänden ist zu beachten, dass ein Abstand von etwa einem halben Meter zur Mauer eingehalten wird, damit die Pflanze genügend einwurzeln kann. Weiterhin sollte man den Blauregen nicht zu lang werden lassen, bzw. horizontal an Hauswänden führen, da die Triebe Dachziegel anheben können.
Standort und Pflege
Der Blauregen bevorzugt einen sonnigen bis halbschattigen Standort. Um einen vorzeitigen Laubaustrieb im Frühjahr zu vermeiden, sollte ein nicht allzu warmer Standort gewählt werden. Da die Blütenknospen frostempfindlich sind, sollte der Standort zudem einigermaßen geschützt sein. Somit ist die West- oder Ostseite von Gebäuden der ideale Standort für einen Blauregen. Damit die Blütenknospen nicht vor der Blüte eintrocknen, ist es wichtig, die Pflanze vor allem im Frühjahr nicht austrocknen zu lassen.
Schnitt
Nach dem zweiten Blütenflor im Sommer sollte der Schnitt erfolgen. Hierbei werden die Seitentriebe bis auf wenige Augen (etwa 10 cm Trieblänge) zurückgeschnitten, damit sich viele blühfreudige Kurztriebe entwickeln. In der übrigen Zeit kann der Blauregen bei Bedarf leicht zurück geschnitten werden. Hierbei sollen allerdings nur herausragende Neutriebe leicht geschnitten werden, um evtl. in der Pflanze nistende Vögel nicht zu stören.


